All posts in Chaco

Oberschulze Peter Derksen

Peter Derksen (1913-1992) war etwa 25 Jahre Oberschulze der Kolonie Neulaund – von den ersten Tagen der Pionierzeit bis Anfang der 70-er Jahre. Er gehört zu den Persönlichkeiten, welche die Siedlung am meisten geprägt haben. Zum 75-jährigen Jubiläum haben meine Frau Susanna und ich (Horst Martens) dieses Video über unseren Vater bzw. Schwiegervater erstellt. Die Anfrage kam von Stefan Isaak, der den plautdietschen „Kultua-Owent“ im Rahmen des Jubiläumsprogramms moderierte. Deshalb sprechen wir im Clip das mennonitische Plautdietsch.

Charata-Song – Soundtrack für „Die Schlange im Hirsefeld“

Endlich in bester Qualität – den Soundtrack zum Buch. Autoren: Claudio Martens, Felix Martens

Die Aquidabán vor dem Ablegen. Foto: Thomas Schmidt

Zwischen Camarotes und Camalotes

Peones, Zäunezieher, Viehzüchter und Prostituierte pendeln mit der „Aquidabán“ zu ihren abgelegenen Arbeitsstellen. Mit einem Passagierschiff den Paraguayfluss hoch Reportage aus dem Jahre 2009 von Horst Martens (Text) und Thomas Schmidt (Fotos). Der Artikel erschien auch leicht verändert in Tours – das Abenteuermagazin. Der Flussdampfer „Aquidabán“ bietet einen echten Pendlerservice an: Peones, Zäunezieher, Viehzüchter, Lehrerinnen und Prostituierte schippern für weniger als zehn Euro zu ihren mehrere hundert Kilomter entfernten Arbeitsstellen. Die 40-Meter-Barkasse ist eines der wenigen Personenschiffe, die regelmäßig auf dem Río Paraguay zwischen Concepción und dem Pantanaldorf Bahía Negra im Norden verkehren. Horst Martens und Thomas Schmidt buchten ebenfalls eine Passage und begleiteten die siebenköpfige Crew und 50 Passagiere […]

Erinnerungsfoto aus den Zeiten als Daniel Ostertag einen Rallye-Toyota durch den Chaco raste. © Thomas Schmidt

Die Passion des Daniel Ostertag

Die Geschichte, wie ein Asuncioner eine Leidenschaft für eine Landschaft namens Chaco entwickelte. Über der Stadt Asunción ist der Feierabend herein gebrochen. Rush Our auf der Eusebio Ayala. Der Taxifahrer kann bei spärlich beleuchteten Bürgersteigen die Hausnummern nicht erkennen und lässt uns in der vermuteten Nähe der Zieladresse aussteigen. Ein wenig mulmig wird uns schon, als wir uns in dieser düster wirkenden Gegend umsehen. Da hinten, das muss das Büro unseres nächsten Gesprächspartners sein. Vor der Tür steht jemand, der uns schon erwartet. Es ist Daniel Ostertag. Reportage: HORST MARTENS / Fotos: THOMAS SCHMIDT / 2009 In seinem Büro steht ein einsamer Schreibtisch mit einer Glasplatte drauf. An der Wand […]

Ronaldo kommt für „Schwarze Habichtfeder“

Fußball in Paraguay – von Horst Martens (Text) und Thomas Schmidt (Fotos) Paraguays Kicker: Im Staub lernen, von Europa träumen Sonntagmorgen in Cayin-o-Clim, einem Indianerdorf des Nivaclé-Volkes im knackig heißen Chaco. Aus den weit geöffneten Fenstern der schlichten Backsteinkirche erklingt „Großer Gott wir loben dich“. Das in der Ureinwohnersprache gesungene Kirchenlied schallt bis auf den staubigen Sandplatz etwa 200 Meter weiter, auf dem die Kinder Fußball spielen. Das Leder war vor vielen Jahren wohl ein richtiger Ball, das Spielfeld ein Gemüseacker. Eine zentimeterdicke Staubschicht dämpft die Schlaglöcher. Begeistert laufen vier- bis zwölfjährige Mädchen und Jungen der Pelota hinterher. Zwischendurch kommt ein zweiter Ball ins Spiel, was niemanden stört. Wie überall […]

Capataz Adolfo Moreno und seine Gauchos. © Thomas Schmidt

Die Viehhirten von „La Rubia“

Ein Tag auf einer Estancia: Reportage / Text: Horst Martens / Fotos: Thomas Schmidt Hinter der Siedlungsgrenze liegen ein paar Indianerdörfer, dahinter breitet sich ein breiter Ring an „Estancias“, Viehfarmen, aus. Die Viehzuchtbetriebe orientieren sich an den Siedlungen, denn dort ist alles zu finden, was man landläufig unter Infrastruktur zusammenfasst: Supermarkt, Restaurant, Krankenhaus, Handwerksbetriebe – und die Asphaltstraße, die direkt nach Asunción und ins urbane Leben führt. Der klapprige Subaru schwappt in ein Meer aus Pulverstaub. Die pudrige Masse dringt durch das löchrige Bodenblech, durch Ritzen und Löcher in unsere Nasen und Augen, schwebt auf Haar, Lippen, Haut. Wir fressen Staub. Die Luft vor uns hat sich eine dicke Wolke […]

Laureano Gómez auf der luftigen Veranda seines Pfahlbaus am Rio Montelindo.

Das Haus am Fluss

Wie er da steht, auf der weitläufigen Holz-Veranda seines Pfahlbautenhauses, ein ganzer Mann, die Hand lässig aufs Geländer gestützt, einen amerikanische Cape auf dem Kopf, prächtiger Estanciero-Schnäuzer, selbstbewusster Blick in die Kamera – da denkt man an die verrückten Typen, die Gabriel García Marquez in seinen Romanen schildert. Reportage von 2009: HORST MARTENS / Fotos: THOMAS SCHMIDT Laureano Gómez ist auf seine Art auch verrückt, besessen. Er war Bauer in einem kleinen Nest im Osten Paraguays, pflanzte auf seiner Chacra, einer kleinen Farm, Mandioka, Baumwolle und Gemüse an, besann sich dann darauf, das er Entdecker sein wollte. Er verkaufte sein Landgut und erwarb dafür ein Boot, auf dem er sein […]